Momo – der Neufundländer

Seit ich ein kleiner Finn bin treffe ich fast jeden Mittwoch meine grosse Freundin Momo. Unterdessen bin ich natürlich auch kräftig gewachsen, aber gegen Momo bin ich immer noch ein kleiner Finn. Momo ist eben eine waschechte Neufundländerdame und für ihre Rasse auch noch recht gross gewachsen. Von Anfang an haben wir uns toll verstanden mit ihr zu spielen macht riesig Spass. Auch Momos Chefin Maya ist total lässig und knuddelt mich immer sobald ich mich ranpirsche…hehe…

Mehr über Momos:

Quelle: Wikipedia

Der Neufundländer ist eine von der FCI (Nr.50, Gr.2) anerkannte Hunderasse, die aus Kanada stammt.

 

Herkunft und Geschichtliches

Die Heimat der Rasse ist die kanadische Atlantikinsel Neufundland. Die Herkunft liegt jedoch im Dunkeln. Man geht allgemein davon aus, dass bei der Entstehung des heutigen Neufundländers zahlreiche europäische Hunde, die von den europäischen Fischern auf die Insel gebracht wurden, beteiligt waren. Genauso, wie die Hunde der auf der Insel lebenden Micmac– und Beothuk-Indianer. Auch hat der Polarhund der Innu und Inuit von Labrador sicher eine Rolle gespielt. Hierfür spricht die außergewöhnlich dichte Unterwolle des Neufundländers, die der von arktischen Schlittenhunden entspricht. Die immer wieder aufgestellte Behauptung, bei der Entstehung des Neufundländers sei auch der große schwarze Bärenhund beteiligt, der um das Jahr 1100 von den Wikingern auf die Insel gebracht worden sein soll, ist hingegen reine Spekulation. Der Neufundländer, der erstmals im 18. Jahrhundert von einem englischen Kapitän namens Cartwright als „Neufundländer“ erwähnt wurde, diente den Fischern auf Neufundland als Arbeitstier. Zu diesem Zweck wurde er auch nach Europa exportiert und fand dort hauptsächlich Verwendung als Zughund. Im 19. Jahrhundert weckte die interessante Historie des Hundes (als Rettungshund) das Interesse der englischen Mittel- und Oberschicht. Die heroischen Legenden fanden ihren Widerhall auch in anderen Ländern, was zur Verbreitung des Neufundländers als Luxushund führte. Im damaligen Deutschen Reich war daran hauptsächlich der berühmte Komponist Richard Wagner beteiligt. 1860 fand im englischen Birmingham die erste Hundeausstellung statt, auf der auch 41 Neufundländer gezeigt wurden. 1875 begann der englische Kennel-Club mit der Führung eines Zuchtbuches. Und im Jahre 1886 wurde in England der „The Newfoundland Club“ als erster Zuchtverein für diese Rasse gegründet, einer der ältesten englischen Hundevereine. Da die Insel Neufundland bis zum Jahre 1947 eine Kronkolonie (Dominion) Großbritanniens war, gilt England als Gründungsland des Neufundländers als Rassehund, während Kanada heute als Heimat- oder Ursprungsland bezeichnet wird. Im Jahre 1893 gründeten engagierte Neufundländerfreunde auch in Deutschland (München) den ersten Zuchtklub für diese exklusive Rasse unter dem Namen „Neufundländerclub für den Continent“ – dessen Rechtsnachfolger der heutige „Deutsche Neufundländer Klub“ ist.

Beschreibung

Großer, massiv gebauter Hund mit einer Schulterhöhe von etwa 66 cm (Hündin) bis 71 cm (Rüde) und einem Gewicht von etwa 50-70 kg. Das dichte wasserabweisende Fell mit starker, jedoch weicher Unterwolle lässt ihn noch massiger erscheinen. Der breite Kopf hat einen mäßig ausgeprägten Stop. Die Ohren sind relativ klein, dreieckig mit abgerundeter Spitze und seitlich hinten am Kopf angesetzt. Der Fang ist quadratisch und ohne Falten.

Der Rassestandard der FCI erlaubt drei Farbschläge, entsprechend den Vorgaben des früheren Heimatlandes Großbritannien.

Schwarz: Ein leichter rötlicher bzw. bronzefarbener Anflug ist möglich. Erlaubt sind weiße Abzeichen an der Brust, den Zehen und der Rutenspitze.

Braun: Die Farbpalette reicht von schokoladen- bis bronzefarben. Erlaubt sind weiße Abzeichen an der Brust, den Zehen und der Rutenspitze.

Weiß-schwarz: erwünscht ist ein schwarzer Kopf mit weißer Blesse, ein schwarzer Sattel und schwarze Kruppe die sich auf die Oberseite der Rute erstreckt. Alles Übrige muss weiß sein. Schwarze Tüpfelung ist nicht erwünscht. In Großbritannien, Kanada und den USA, die jeweils einen eigenen Rassestandard haben, wird der weiß-schwarze Farbschlag „Landseer” genannt. Nicht zu verwechseln mit dem deutschen „Landseer ECT” (europäisch continentaler Typ), der seit dem Jahre 1960 eine eigene Rasse darstellt.

Fehlfarben: Neben den Standardfarben treten noch Farbvarietäten auf, die züchterisch nicht erwünscht sind. Dies sind Grau, cremefarben, wolfsfarben, gestromt, black-and-tan, brown-and-tan und in Verbindung mit der weiß-schwarzen Zucht die Varianten weiß-braun und weiß-grau. Im Heimatland Kanada entspricht der braune Farbschlag nicht dem Rassestandard. In den USA ist der graue Neufundländer standardkonform. 

Verwendung

Dieser große kräftige Hund eignet sich sehr gut als Begleithund und Familienhund. Er zählt zu den Arbeitshunden, der früher Fischern half, Netze und Boote an Land zu ziehen. In der Hauptsache wurde er jedoch in den schneereichen Wintern als Zughund vor Schlitten gespannt um das Feuerholz aus den Wäldern zu den Fischersiedlungen zu transportieren. Schlittenhundegespanne stellten auch die Verbindungen zwischen den meist entlegenen Fischersiedlungen sicher. So setzte z. B. auch die Royal Newfoundland Post diese Gespanne ein. Mit dem Bau von Straßen und später dem Einsatz von Motorschlitten verloren die Hunde ihre Existenzberechtigung als Arbeitshunde. Auch in Europa wurden Neufundländer als Arbeithunde eingesetzt. So wird aus Norddeutschland berichtet, dass diese noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts vor schott´sche Karren gespannt wurden und so z.B. die Milch von den Bauernhöfen zu den Meiereien brachten. An der Entdeckung der „Franz-Joseph-Inseln“, nordöstlich von Spitzbergen, im Jahre 1871 durch die österreichisch-ungarische Polarexpedition waren maßgeblich Neufundländer beteiligt, die als Schlittenhunde bei der Erkundung des Archipels eingesetzt wurden.
Der Neufundländer, wie sein kleiner Bruder, der Labrador Retriever, verfügt über einen ausgeprägten Apportierinstinkt. Dies machten sich die neufundländischen Fischer gelegentlich zu Nutze und nahmen ihn als Bordhund auf ihre Schiffe. Diese „seemännische“ Vergangenheit wird bis heute in den zahlreichen Wasserarbeitsgruppen, ob in Europa oder in Amerika gepflegt. In einigen Fällen hat der Neufundländer auch Eingang als Helfer bei der Badeaufsicht (Strandrettung) gefunden. So in England, Frankreich und Italien. Ob Wasser- oder Zugarbeit, dieser kräftige, ehemalige Arbeitshund braucht eine Aufgabe, die ihn körperlich und geistig fordert.

Wesen

Der Neufundländer gilt als freundlich, ruhig und ausgeglichen. Anderen Hunden gegenüber ist er nervenstark und friedfertig. Die Erziehung des Neufundländers ist dank seiner Intelligenz und schnellen Auffassungsgabe auf der einen Seite leicht – auf der anderen Seite aufgrund seines Eigensinns und Phlegmatismus auch manchmal schwer. Für diesen bärenstarken, imposanten Hund versteht es sich aber von selbst, dass ihm ein Mindestmaß an Erziehung beigebracht werden muss.

Insbesondere sein ausgeprägter Beschützerinstinkt, der nicht in Aggressionen ausartet, ist hervorzuheben.

Haltung 

Freilaufend auf „seinem“ Grundstück oder im Haus, falls er einmal allein bleiben muss, fühlt er sich − wie jeder Hund − wohler als im Zwinger. Dies schließt deshalb auch eine Haltung in einer engen Etagenwohnung aus. Er braucht Bewegung, frische Luft, Wind, Regen und Sonne, von ihr allerdings nicht zu viel. Für ein schattiges Plätzchen im Sommer sollte Sorge getragen werden. Der dauernde Kontakt, das „Dabeisein“, wenn auch nur mit den Augen, ist für den Hund das Wichtigste. Die größte Freude kann man ihm jedoch machen, wenn man ihm auf einem langen Spaziergang die Gelegenheit zum Schwimmen und Tauchen gibt.

Zur Haltung gehört auch eine ordentliche und gründliche Fellpflege. Verschiedene Kämme und Bürsten sollten dabei in keinem Neufundländerhaushalt fehlen.

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