Achillessehne Gefühlsübertragung


Immer schön geschmeidig bleiben...

Dass wir aus Erfahrungen lernen ist ja einerseits sehr praktisch, es kann aber auch etwas hinderlich sein, dann wenn sich Gewohnheiten daraus ergeben die schwer wieder abzutrainieren sind.  So geschehen beim Training mit dem Rauhaardackel.

Dieser süsse kleine Fratz zeigte aggressives Verhalten gegenüber fremden Hunden und dies nicht erst wenn die neben dem Dackel standen, nein schon auf 100 Meter Entfernung. Ursache des aggressiven Verhaltens war ein Mix aus schlechten- und zu wenig Erfahrungen. Verstärkt wurde dieses Verhalten durch Fehlverhalten am anderen Ende der Leine – kurz mir – und Gefühlsübertragung.  Für diese Erkenntnis bedurfte es allerdings eine sehr erfahrene Trainerin und eine Videoaufnahme, denn uns ist es ja nicht gegeben uns selbst von aussen zu beobachten (und wenn überhaupt, dann werden wir die Erkenntnisse nicht mehr nutzen können). 

Lange Rede kurzer Sinn: Konfrontationen mit fremden Hunden sind nun also meine Achillessehene geworden. Nur allzu verständlich, dass ich daher bemüht bin, mit Finn gar nicht erst in die Mühle zu kommen. Nun ist Finn aber auch einfach ein Hund (ich weiss, dass ist schockierend zu hören) und als solcher hat auch er Stimmbänder die er ab und an mal nutzt. Dies auch ab und an, wenn wir andere Hunde treffen. Soweit alles im normalen Bereich. Damit es auch so bleibt ist allerdings ein grösserer Effort meinerseits notwendig, sodass ich mich bei sämtlichen Hundebegegnungen darauf konzentrieren muss, locker zu sein (ohhmmmmm). Nicht, dass ich jedesmal an die Decke hüpfen möchte, aber wer eine zeitlang mit einem Hund spazierte der alles verbellte, der weiss was gemeint ist, der Druck (selbst gemacht und geschenkt bekommen) ist gross. 

Und warum schreib ich dies nun alles nieder? Weil es den meisten Menschen im Umgang mit ihren Vierbeinern irgendwann einmal so geht. Sei dies nun in Bezug auf das verbellen von anderen Hunden oder sonstigen Verhaltensweisen die uns nicht adäquat erscheinen (obwohl sie dies meistens sind). Wir Zweibeiner am anderen Ende der Leine sind genau so wenig perfekt wie die süssen Vierbeiner die wir spazieren führen, doch gemeinsam haben wir ein grosses Plus: Wir lernen bis zum letzten Atemzug!

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