Magendrehung – nix geht mehr raus!

Gefürchtet unter den Hundefreunden grosser Hunderassen zu denen auch der Wäller gehört, ist die Magendrehung. Tritt diese auf kann nur noch ein operativer Eingriff das Leben des Hundes retten. Kann dieser nicht innert relativ kurzer Zeit durchgeführt werden bedeutet dies für den betroffenen Hund den Tod. Binnen etwa sechs Stunden nach Auftreten der Drehung stehen die Überlebenschancen noch gut, danach nimmt die Wahrscheinlichkeit stark ab. 

Sehr vereinfacht (sind ja hier nicht im Ärzteforum) ausgedrückt kann man sich das folgendermassen vorstellen: Der Magen hängt frei pendelnd wie ein Ballon an zwei Seilen im Körper des Hundes. Hat der Hund nun gut gegessen und tollt danach ausgiebig durch die Umgebung so kann sich dieser Ballon einmal um seine Achse drehen. Was dann geschieht kann man sich wohl einfach vorstellen. Der Hund kann weder erbrechen noch Kot absetzten und das was an Futter im Magen drin ist beginnt naturgemäss Gärungsgase freizusetzen. Ich weiss, kein Thema das man am Mittagstisch behandeln sollte, aber halt doch wichtig mal davon gehört zu haben. 

So, nachdem dem Schock nun die gute Nachricht. Es ist relativ einfach der Magendrehung entgegen zu wirken indem man sich folgendes zur Regel macht:

Nicht nur einmal pro Tag eine grosse Menge füttern sondern die Nahrung auf kleinere Portionen verteilen.

– Nach dem Fressen ist Ruhen angesagt.  Selbstverständlich müssen gerade Welpen nach dem Essen erst mal raus und ihr Geschäft erledigen, dass stellt an sich auch kein Problem dar. Allerdings sollte man sie schon früh daran gewöhnen nach dem Fressen nicht rumzutoben. 

Welpen habe noch ein klein wenig Schutz vor der Magendrehung, da die Organe sich noch sehr kompakt beieinander befinden. Dies bedeutet aber nicht, dass nicht auch bei Welpen eine Magendrehung vorkommen kann. 

Alles unschön und doch leider Realität. Doch wie erkennt man nun ne Magendrehung, denn hier liegt meist das Problem, denn wenn das sooo einfach wäre müssten daran weniger Hunde sterben.. Hier ein paar Anzeichen, es gibt sicher noch mehr und trotz allem was man weiss ist es sauschwer für den Laien eine Magendrehung zu erkennen. In dem Fall ist es wohl ratsam einmal mehr zum Tierarzt zu rasen…

Hund versucht zu erbrechen, geht aber nicht

– Bauch bläht sich zunehmend auf

– Hund wird zu Beginn unruhig, später teilnahmslos

Bei aller Vorsicht die wir walten lassen können, so kann manchmal leider auch dies nicht helfen eine Magendrehung zu verhindern. Bleibt nur noch zu hoffen, dass sie schnell genug diagnostiziert wird. 

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1 Response so far »

  1. 1

    Das war auch unser größter Albtraum. Da wir seit nunmehr 1 1/2 Jahren barfen (Rohfleischfütterung) hat sich diese Angst etwas reduziert, da es Studien gibt, das bei gebarften Hunden die Möglichkeit zur Magendrehung verringert wird, da das Futter nicht so aufquillt wie beim Trofu und auch besser und schneller verdaut wird. Trotzdem ist bei uns nach dem Fressen (2xtägl.) Ruhe angesagt.


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